Eierkoch

Schott & Gen. Jenaer Glas
Entwurfsjahr: 1933/34
zwei Gefäße aus durchsichtigem Pressglas mit einem Metallbügel auf der Oberseite

In England ist der Eierkoch als "egg coddler" ein gern gesehener Begleiter für das gepflegte Frühstück, in Deutschland hat er sich nicht durchsetzen können - obwohl Wilhelm Wagenfeld in den 1930er Jahren einen ziemlich ambitionierten Versuch startet: Die Gefäße in 2 verschiedenen Größen bestehen aus hitzebeständigen Borosilikatglas und können daher in kochendes Wasser gestellt werden.

So funktioniert es:  Die Innenseite des Eierkochs mit Butter oder Öl bestreichen, das Ei (oder Rührei) in das Gefäß geben und nach Belieben würzen. Wer will, kann Schinken, Schnittlauch oder Paprikastückchen dazugeben. Den Deckel mit dem Metallbügel fest verschließen und das Glas im Wasserbad für ein paar Minuten köcheln lassen. Das fertige Ei kann auf einen Teller gestürzt werden oder bleibt im Glasgefäß noch lange heiß.

Fun Fact: An der Größe der Gefäße können wir heute gut ablesen, wie klein ein klassisches Hühnerei in den 1930er Jahren noch war!