100 Jahre Wilhelm Wagenfeld

Laufzeit: bis:
Rote Schrift über einer Nachaufnahme eines Salzstreuer aus transparentem Glas mit einem Deckel aus Edelstahl. Der Steuer hat eine außergewöhnliche Form mit einer Taillierung in der Mitte.
Weiße Vitrinen und Wandeinbauten zeigen Exponate von Wilhelm Wagenfeld.
auf der rechte und linken Seite zeigen weiße Vitrinen und Wandeinbauten Exponate von Wilhelm Wagenfeld.

Ein Streifzug durch 100 Jahre Designgeschichte - Die Wilhelm Wagenfeld Stiftung feiert den 100. Geburtstag ihres Namensgebers mit einer umfangreichen Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen: Ausgehend von dem immensen Gesamtwerk des Gestalters werden Objekte berühmter Vorläufer, Zeitgenossen und Nachfolger zum Vergleich herangezogen - von Gropius, Aalto, Hoffmann u.a. bis hin zum Erfinder der Tupperware.

Zahlreiche Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen machen es möglich, erstmals alle Entwürfe aus den 1920er Jahren zu präsentieren und Wagenfelds Weg über das Bauhaus bis in die Großindustrie der 1970er Jahre nachzuzeichnen. Wihelm Wagenfeld, der das Industriedesign des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat, wurde 1900 in Bremen geboren. Durch die außergewöhnliche Konsequenz und Professionalität seiner Arbeiten fanden die Grundsätze des legendären Bauhauses Eingang in die serielle Massenproduktion. Viele seiner klaren und "brauchbaren" Entwürfe avancierten zu zeitlosen Klassikern: U.a. die berühmte Bauhaus-Leuchte, das erste stapelbare Vorratsgeschirr "Kubus" von 1938 oder auch die für ihre Griffigkeit berühmten Salz- und Pfefferstreuer "Max und Moritz", die Wagenfeld 1952 entwarf. Die Produkte, die in seiner "Werkstatt Wagenfeld" in Stuttgart in enger Zusammenarbeit mit der Industrie entstanden, erreichten vielfach Millionenauflagen und sind noch heute in den vielen Haushalten zu finden. Dass Wagenfelds Werk bis heute nichts an Aktualität verloren hat, zeigt die derzeitige Ausstattung des Bundeskanzleramtes in Berlin mit einem Wagenfeld-Türdrücker von 1928.